Exakt
133 Tage nach dem Einzug des ersten Bewohners
wurde das Helvita Pflegezentrum in Ennepetal in
der vergangenen Woche auch ganz offiziell
eröffnet.
Mehr als 150 Besucher folgten der Einladung zu
einer musikalisch umrahmten Feierstunde, an
deren Ende das Haus von Pfarrer Schulte und
Pastor Lauer gesegnet wurde. Zuvor hatte
Hausleiter Marc Weltersbach die Gäste begrüßt
und allen Mitstreitern gedankt, die in den
vergangenen Monaten das Pflegezentrum zu dem
gemacht haben, was es heute ist: eine moderne
Pflegeeinrichtung für 80 Senioren, die an der
Loher Straße zentrumsnah und dennoch ruhig in
komfortablen Einzelzimmern leben können.
Ennepetals Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen
freute sich, beim Blick in die Runde viele
bekannte Gesichter aus der Klutertstadt zu
entdecken. „Hier ist offenbar bereits ein gutes
und großes Netzwerk entstanden“, stellte das
Stadtoberhaupt fest. Schon heute seien 20
Prozent der Menschen älter als 65 Jahre, in
naher Zukunft werde sich ihre Zahl verdoppeln.
Natürlich sei es wünschenswert, den Senioren, so
lange es geht, ein Leben in der eigenen Wohnung
zu ermöglichen. Manchmal, und das wisse er aus
seinem privaten Umfeld, sei das aber eben nicht
mehr möglich. „Deshalb ist es wichtig, was Sie
tun“, unterstrich Wiggenhagen mit Blick auf
Hausleiter Marc Weltersbach und sein Team.
„Menschen brauchen Zuwendung und einen sicheren
Hafen. Diesen Hafen haben Sie hier gebaut.“ Die
angenehme Atmosphäre, die man sofort beim
Betreten des Hauses spüre, übertrage sich auch
auf die Menschen, die hier leben und arbeiten,
also die Senioren und die derzeit 35 Ennepetaler
Helvita-Mitarbeiter. Weitere Arbeitsplätze
sollen in der Zukunft geschaffen werden.
Das neue Pflegezentrum, so schloss der
Bürgermeister, passe auch städtebaulich gut an
die Stelle, an der es errichtet wurde und an der
vorher nur eine Brachfläche zu finden war.
Lutz Lakomski, der bei dem Projekt gemeinsam mit
Arndt Ulrich als Investor und Bauherr auftrat,
betonte in seiner Ansprache, dass an der Loher
Straße „eine der modernsten
Senioreneinrichtungen im Ennepe-Ruhr-Kreis“
entstanden sei. Die Bauarbeiten begannen im März
2008, es entstand ein Rohbau mit 12.000
Kubikmetern umbautem Raum und einer Nutzfläche
von 4.000 Quadratmetern, Allein 180 Tonnen Stahl
wurden verbaut, 700 Meter lange Stahlbetonpfähle
sorgen dafür, dass das Haus fest im Boden
verankert ist. Eine moderne Luftwärmepumpe
liefert die Energie für die Fußbodenheizung, 40
Kilometer Kabel wurden im gesamten Gebäude
verlegt.
Auch der geschäftsführende Vorstand der
Helvita-Unternehmensgruppe, Ralph Claros
Salinas, betonte in seiner Ansprache die
Hochwertigkeit des Gebäudes. Das
Helvita-Pflegezentrum stelle den Typ einer neuen
Generation von stationären Pflegeeinrichtungen
dar. „Helle, freundliche und großzügige
Einzelzimmer mit Fußbodenheizung stehen zur
Verfügung, jede Etage hat eine eigene Küche,
offene Wohnräume und Außenterrassen.“
Bei der Planung und Konzeption habe man den
Anspruch angelegt, den man später auch an andere
richten würde, wenn man selbst einmal auf Hilfe
angewiesen sein werde. Neben schönen Zimmern
werde deshalb auch individueller Service durch
freundliches Personal geboten. „Wir wollen, dass
hier gelebt wird“, sagte Salinas. „Dazu gehören
Kinder, Verwandte und Freunde.“ Das Helvita
Pflegezentrum sei ein „offenen Haus“, so der
geschäftsführende Vorstand. Er lud deshalb alle
Ennepetaler ein: „Kommen Sie zu uns, tagen Sie
mit Ihrem Verein bei uns – wir wollen ein Teil
des Lebens in Ennepetal sein.“
Nach dem offiziellen Teil konnten die
zahlreichen Eröffnungsgäste ein reichhaltiges
Buffet genießen und sich anschließend bei
Rundgängen durch das Pflegezentrum mit eigenen
Augen von den Vorzügen des Hauses überzeugen. |