Es geht um 2,8 Millionen Euro
Stadt erwartet Rückerstattung vom Land
Möglicher Geldregen für Ennepetal: Die Stadt kann auf eine Rückerstattung in Höhe von 2,8 Millionen Euro vom Land hoffen.

Schon im Dezember 2007 hatte der Verfassungsgerichtshof NRW festgestellt, dass das Land Nordrhein-Westfalen die Kommunen an den Kosten der Deutschen Einheit in zu hohem Maße beteiligt hatte. Geklagt hatten damals 21 steuerstarke Kommunen, darunter auch Ennepetal.
Bei der Rückerstattung dieser „Überzahlung“ im Jahre 2008 ging Ennepetal dann allerdings leer aus, weil das Land einen Verteilungsschlüssel wählte, der sich an den sogenannten Schlüsselzuweisungen orientierte und solche erhalten im Regelfall gerade die steuerstarken Kommunen - darunter auch fast alle der 21 ursprünglich klagenden Städte und Gemeinden - eben nicht.

„Das kann nicht richtig sein“, sagten Rat und Verwaltung der Stadt Ennepetal und klagten daher - im Verbund mit anderen Städten unter Federführung der Landeshauptstadt Düsseldorf - erneut. Nunmehr hat die Landesregierung eingelenkt und dem Landtag einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der für die Jahre 2006 bis 2008 vorsieht, erneut insgesamt 251 Millionen Euro an die Kommunen zurückzuerstatten und diesmal gerade an die, die in der ersten Runde „zu kurz gekommen waren“.
Sollte dieses Gesetz im Januar 2010 im Düsseldorfer Landtag beschlossen werden, würde dies bedeuten, dass Ennepetal für den genannten Zeitraum einen Betrag in Höhe von über 2,8 Millionen Euro erstattet bekäme.

Dies wäre der elfthöchste Betrag in ganz NRW und sogar mit Abstand der höchste im gesamten Regierungsbezirk Arnsberg.

„Es scheint sich doch der Spruch zu bewahrheiten, dass am Ende ganz häufig Gerechtigkeit und Vernunft siegen“, freut sich Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, der nunmehr hofft, dass der Landtag Anfang nächsten Jahres das Gesetz auch in der vorliegenden Form endgültig beschließen wird.

 


 

 

 

 

 

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