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Dass Petrus wohl ein Freund der Gevelsberger
Kirmes sein müsse, vermutete der neue
Hammerschmied Bernd Matthäi bereits bei der
Eröffnung am Freitagabend. Er sollte recht
behalten: Bis zum krönenden Abschluss mit
dem Feuerwerk gestern Abend wurde das
Volksfest von bestem Wetter und strahlendem
Sonnenschein begleitet. Auch beim Kirmeszug
am Sonntag, dem traditionellen Höhepunkt der
Kirmes, herrschten sommerliche 30 Grad im
Schatten – schön für die Zuschauer, die den
Zug mit einem kühlen Getränk in der Hand am
Straßenrand verfolgen konnten,
schweißtreibend und anstrengend jedoch für
die Akteure. Besonders jene Kirmes-Aktiven,
die in dicken Kostümen steckten, hatten mit
den Temperaturen zu kämpfen. Das hinderte
sie allerdings nicht daran, den
Zehntausenden links und rechts der Straße
mit vollem Körpereinsatz beste Unterhaltung
zu bieten.
Das Publikum dankte den Akteuren für die
Kirmeszug-Beiträge mit viel Beifall und
spontanen Bravo-Rufen. Die Kirmesgruppen
präsentierten am Sonntag einmal mehr viele
fantasievolle Wagen, Gruppen- und
Einzeldarstellungen und bewiesen dabei
enorme Kreativität. Da wurde ein Klodeckel
zum Ziel für einen Golfball, da wurde auf
einem rollenden Wagen Fußball gespielt, und
auf einem Schiff drehten zwei schwindelfreie
Kirmes-Akteure hoch über den Köpfen der
Zuschauer unablässig ihre Runden. Zwischen
den einzelnen Kirmesgruppen marschierten
immer wieder Kapellen und Fanfarenzüge, auch
die Freunde aus Haspe und Ennepetal-Voerde
waren dabei. Die Schwelmer Nachbarschaften
schickten sogar ein eigenes Piratenschiff
ins Rennen (siehe linkes Bild): Das Schiff
der Gesellschaft Oberstadt bot Vertretern
der Schwelm, der Schwelmer Nachbarschaften
und der DACHO Platz. Musikalisch unterstützt
wurden die „Piraten“ vom Schwelmer
Panikorchester. Während Schwelmer,
Ennepetaler und Hasper Kirmesfreunde außer
Konkurrenz mitfuhren, stellten sich die
Kirmesgruppen auch den kritischen Blicken
des Wertungsausschusses. |