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Schwelm |
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Neue Hoffnung für Schwelmer Brauerei |
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Neue Hoffnung für die Brauerei Schwelm:
Nachdem das Aus des Traditionsbetriebes am
Neumarkt bereits besiegelt schien, gibt es
nun offenbar zwei ernsthafte Interessen-ten,
die das Gelände pachten wollen. Die
Immobilie gehört seit kurzem dem Schwelmer
Unternehmer Burkhard Pass, der sie von
Heidrun und Dr. Rolf Lohbeck erwarb.
Der Kaufpreis soll nach Informationen des
Stadt-Anzeigers 2,85 Millionen Euro betragen
haben. Dr. Lohbeck wollte die Summe auf
Nachfrage weder bestätigen noch dementieren.
Wichtig für die Brauerei und ihre
Mitarbeiter: Der neue Eigentümer wäre
bereit, das Brauereigelände an einen
Investor zu verpachten, der dort weiter Bier
brauen würde. Bei den neuen Interessenten
soll es sich um Christian Rolinck, den
früheren Geschäftsführer der Privatbrauerei
Rolinck und der Privatbrauerei Iserlohn,
sowie um ein Konsortium aus Düsseldorf
handeln.
Vor allem mit den Bietern aus der
Landeshauptstadt werden dem Vernehmen nach
derzeit intensive Ge-spräche geführt, und in
wichtigen Punkten scheint bereits Einigkeit
zu herrschen – sowohl mit dem
Insolvenzverwalter als auch mit der Familie
Lohbeck, der noch die Markenrechte am
Schwelmer Bier gehören. „Wir wären bereit,
dem Pächter die Rechte zu verkaufen“,
bestätigte Dr. Lohbeck gestern auf
Nachfrage. Zugleich zeigte er sich erfreut,
dass die Privatbrauerei von 1830 nun
möglicherweise doch noch gerettet werden
könnte: „Ich freue mich darüber wirklich,
denn ich habe mein Herz an den Betrieb
gehängt.“ Seit der Übernahme der Brauerei im
Jahr 2001 hatte das Ehepaar Lohbeck nach
eigenen Angaben 14,4 Millionen Euro
investiert.
Ums Geld geht es jetzt auch bei der Frage,
ob die Übernahme der Brauerei durch die
Pacht-Interessenten gelingt. Nach
Informationen dieser Zeitung wird derzeit
mit heimischen Kreditinstituten über eine
Finanzierung verhandelt. Wenn es hier grünes
Licht gibt, wäre der Weg für die
Unterzeichnung eines langfristigen
Pachtvertrages frei. Möglich wäre allerdings
auch eine Fortsetzung des Betriebs unter der
Regie des Insolvenzverwalters. Die nächste
Gläubigerversammlung findet Mitte August
statt.
Stefan Jukic, Verkaufsleiter der Brauerei,
hat gemeinsam mit den Pacht-Interessenten
Konzepte für die Fortführung der Brauerei
erarbeitet. Alle Mitarbeiter - derzeit 26
Vollzeitkräfte, zwei Teilzeitkräfte, zwei
Auszubildende und fünf Aushilfen - könnten
ihren Job behalten. In der laufenden
Insolvenz, so Jukic, seien bereits drei neue
Mitarbeiter eingestellt worden. Und die zwei
Auszubildenden, die am Dienstag ihre Prüfung
ablegen, sollen übernommen werden.
Nach Angaben von Jukic schreibt die Brauerei
schwarze Zahlen. Dies sei vor allem durch
Kostensenkungen gelungen. |
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