Feierstunde an der ehemaligen Schwelmer Synagoge
Gedenken an NS-Opfer
„Wer nicht in Auschwitz war, wird Auschwitz nie begreifen können. Aber wir können zuhören und lernen, um es heute und in Zukunft richtig zu machen“ - so lautete der Tenor der Gedenkveran-staltung am Erinnerungsstein an der ehemaligen Schwelmer Synagoge an der Südstraße. Mit der Feier wurde an die Befreiung des Konzentrations-lagers Auschwitz am 27. Januar 1945 erinnert.

Gemeinsam mit zwei Schülerinnen der Gruppe legte Schwelms Bürgermeister Jochen Stobbe einen Kranz am Gedenkstein nieder. Zuvor hatte er gemeinsam mit der Arbeitsgruppe „Stolperstein“ des Märkischen Gymnasiums unter Leitung der Lehrerin Gabriele Czarnetzki an die Leiden der Opfer erinnert und dabei auch aus bewegenden zeithistorischen Dokumenten zitiert. Wie jene Aussage eines deportierten Kindes: „Ich bin am 2. Juni zwölf Jahre alt geworden und lebe vorläufig noch“. Stobbe: „Was uns im Tiefsten aufwühlt, sind die Gedanken und Empfindungen der Menschen, die mit schmerzhafter Klarheit wussten, dass man ihnen das Leben nehmen würde“.

Die Schüler Alexander Wussow, Lisa Martmann, Julia Barthe und Nicoletta Alexy trugen nicht nur das Gedicht „Der Geiger von Auschwitz“ vor. Sie bekräftigten auch ihre Meinung, dass „wir die Erinnerung bewahren müssen. Wenn wir Auschwitz, ein Symbol organisierter Menschenverachtung, verblassen lassen, dann werden wir scheinbare Kleinigkeiten, die uns immer noch umringen, auch übersehen! Leid darf nicht vergessen werden, sonst werden Grausamkeiten über kurz oder lang wiederholt werden“.

 
 

 


 

 

 

 

 

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