Schwelm
Historische Bibliothek im Schloss Martfeld
„Aller guten Dinge sind drei“, weiß Schwelms Ehrenbürger Wilhelm Erfurt. Das gilt auch für die neue Historische Bibliothek im Museum Haus Martfeld, die nun offiziell eingeweiht wurde. „Darüber habe ich mit insgesamt drei Bürgermeistern verhandelt“, berichtete Erfurt, dessen Stiftung die Einrichtung des Leseraumes erst möglich machte. Von der ersten Idee bis zur feierlichen Übergabe an die Stadt vergingen zwölf Jahre - doch schließlich besagt eine weitere Weisheit: „Was lange währt, wird endlich gut.“ Das trifft auf die Historische Bibliothek ganz sicher zu, die in raumhohen Einbauschränken den gut erhaltenen, teils jahrhundertealten Büchern aus dem Bestand des Museums und des Märkischen Gymnasiums ein Zuhause bietet. Eine besondere Belechtung rückt die alten Schätze ins rechte Licht, ein großer Tisch in der Mitte des Raumes und bequeme Stühle laden zum Verweilen ein. Bei der Umsetzung vertraute die Erfurt-Stiftung auf die Expertise der Einrichtungshäuser Hüls.

Der bekannte Historiker und Germanist Dr. Wolfgang Fenner hat ein Verzeichnis zusammengestellt, das alle Werke der Historischen Bibliothek von Schloss Martfeld auflistet – es handelt sich dabei um 1800 Titel bzw. 2500 Bände. Nun sind auch kostbare Bücher zunächst einmal Bücher und wollen in die Hand genommen und studiert werden. Anders lässt sich das in ihnen enthaltene Wissen nicht vermitteln. So beschloss die Erfurt-Stiftung schon vor Jahren, diese Werke, die bislang in Kisten lagerten, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Ausgangsgedanke, die Bücher in Regalen zu präsentieren, wurde erweitert. Auch das Ambiente sollte stimmen, und so hat die Stiftung zudem für ein Leseumfeld gesorgt, das Tradition und Moderne angenehm verbindet. In diesem Raum, der vielen noch als früheres Schloss-Büro bekannt ist, können auch Nutzer des Archivs Bücher oder Pläne studieren.

 
 

 


 

 

 

 

 

ANZEIGE

ANZEIGE